Zuckungen

Ursachen von Zuckungen

Zuckungen entstehen, wenn sich Nervenimpulse unkontrolliert entladen. Für diese Störung kann es ganz verschiedene Ursachen geben. Das Zittern aufgrund von psychischen Ursachen wie Angst oder Kälte kennen die meisten Menschen. Zuckungen können aber auch durch Unterzuckerung, Magnesiummangel, Drogen oder Alkohol ausgelöst werden. Auch Medikamente können zu Anfällen und Muskelkontraktionen führen. Verantwortlich können auch eingeklemmte Nerven oder Nervenreizungen sein, ebenso können die Ursachen auch direkt im Gehirn liegen. Bestimmte Erkrankungen sind häufig mit Zuckungen verbunden: Zum Beispiel das Auftreten von Tics bei Tourettestörungen, Krampfanfälle bei Epilepsie oder das Muskelzittern bei Parkinson.

Diagnose von Zuckungen

Um zu erkennen, was die Zuckungen verursacht, muss man einen Neurologen aufsuchen. Diese Experten sind auf Erkrankungen des Nervensystems spezialisiert. Der Arzt wird zum Erstellen der Diagnose gezielte Fragen stellen, zum Beispiel über Häufigkeit, Vorerkrankungen und Medikamente. Dazu kommt eine neurologische Untersuchung zur Prüfung von Nerven, Muskulatur und Reflexen. Unterstützend können weitere elektronische Messungen eingesetzt werden wie ein EEG (Elektroenzephalographie). Je nach Befund können dann zusätzliche Untersuchungen erfolgen wie Blutuntersuchungen, Röntgenaufnahmen oder Allergietests.

Therapie bei Zuckungen

So vielfältig wie die Ursachen für Zuckungen sein können, so unterschiedlich sind die Maßnahmen. Zuckungen, die aufgrund von Stress oder falschen Lebensgewohnheiten entstehen, können schon durch eine gesündere Lebensweise und ausreichend Bewegung wieder verschwinden. Sollten schwerwiegendere Krankheiten für die Zuckungen verantwortlich sein, dann können auch die Maßnahmen tiefgreifender werden: Bei einer Tourettestörung kann eine Psychotherapie ratsam sein oder auch spezielle Medikamente. Epilepsien werden in der Regel mit verschiedenen Medikamenten behandelt.