Was sind Kopfschmerzen? Neuen statistischen Erhebungen zufolge leiden 50 Millionen Deutsche gelegentlich unter Kopfschmerzen, die in Fachkreisen auch Cephalgien genannt werden. Der Druckartige Schmerz tritt im Kopfbereich auf und kommt meistens plötzlich. Ärzte unterscheiden zwei Arten von Kopfschmerzen: Primäre Cephalgien, wie Migräne und Spannungskopfschmerz, und sekundäre Cephalgien, die als Folge einer Kopfverletzung oder eines Infekts auftreten.
Um den Ursprung der Kopfschmerzen zu klären, ist es sinnvoll eine Unterscheidung in gelegentliche und chronische Cephalgien vorzunehmen. Bei gelegentlich auftretenden Kopfschmerzen sind häufig Verspannungen, Stress und Schlafmangel die Ursache. Zusätzlich leiden viele Frauen vor und während ihrer Menstruation aufgrund der Hormonschwankungen unter Kopfschmerzen. Leiden Patienten unter chronischen Kopfschmerzen, liegt meistens eine Krankheit zugrunde. Auslöser können hier die Einnahme von bestimmten Medikamenten, Verletzungen der Halswirbelsäule, psychiatrische Störungen, Infekte oder im schlimmsten Fall ein Gehirntumor sein.
Im Verlauf sind Cephalgien sehr unterschiedlich. Der Schmerz kann flächendeckend im ganzen Kopf auftreten oder nur Teile wie beispielsweise die Stirn befallen. Außerdem kann der Schmerz schubweise oder konstant auftreten. Gelegentlich werden Kopfschmerzen außerdem von Fieber und Übelkeit begleitet. Um eine sichere Diagnose zu stellen, ist eine gründliche Anamnese nötig. Bei häufig oder heftig auftretenden Kopfschmerzen werden zudem weitere Untersuchungen vorgenommen, um eine ernsthafte Erkrankung auszuschließen. Dazu gehören das CCT und MRT.
Wenn Patienten häufiger unter starken Kopfschmerzen leiden, sollten sie unbedingt einen Arzt konsultieren um die Ursache abzuklären. Bei gelegentlichen und nicht stark verlaufenden Cephalgien helfen oft schon alte Hausmittel wie ein Spaziergang an der frischen Luft, Kältepackungen, die Vermeidung von Stress, aktives Sitzen und Entspannungsübungen. Bei chronischen Kopfschmerzen und Migräne ist fast immer der Einsatz von Medikamenten erforderlich.
Um schon im Vorfeld Kopfschmerzen zu vermeiden, sind ausreichend Schlaf und Bewegung an der frischen Luft, eine ausgewogene Ernährung und die Vermeidung von Stress durch Entspannungstechniken sehr hilfreich.