Bauchkrämpfe

Entstehung der Bauchkrämpfe

Im Bauchraum liegen die großen, mit glatter Muskulatur umsponnenen, Hohlorgane des Körpers, der Magen, der Darm und die Gallenblase. Wird das harmonische Spiel der Eingeweihtenmuskulatur gestört und kommt es dadurch zu einer Verkrampfung, so entsteht der Schmerz. Sehr starke Verkrampfungen nennt man Kolik. Leichtere Spannungen der glatten Muskulatur, wie zum Beispiel bei Blähungen, verursachen einen leichten Schmerz, bzw. ein unangenehmes Druckgefühl. Bei Durchfällen oder Verstopfungen kann es zu Reizungen der Darmwand kommen, wobei der Bewegungsablauf der Darmmuskulatur gestört ist und somit Bauchkrämpfe verursacht. Durch Krampfzustände der umhüllenden glatten Muskulatur am Magen- oder Zwölffingerdarm bedingt durch ein Geschwür können ebenfalls Bauchkrämpfe hervorgerufen werden.

Weiterhin können auch Entzündungen innerhalb des Bauchraumes Bauchkrämpfe verursachen. Die häufigste Ursache ist hierfür die Blinddarmentzündung. Als weitere Ursache für Bauchkrämpfe ist die beginnende Menstruation bei Frauen.

Bauchkrämpfe Diagnose

Treten Bauchkrämpfe heftig auf oder kehren häufig wieder und sind mit allgemeinem Unwohlsein, Brechreiz, anhaltendem Aufstoßen oder ähnlichem verbunden, sind es meist Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung. Ein Arzt ist sofort aufzusuchen, oder herbei zu zitieren. Dieser wird unter anderem nach Ausgangspunkt der Bauchkrämpfe, Auswirkung und Empfindung der Schmerzen fragen. Ebenso, ob Blähungen abgegangen sind oder ob Durchfall, bzw. Stuhlgangverstopfung vorliegt. Nach diesen Fragen wird der Arzt eine erste Diagnose über die Art der Bauchkrämpfe stellen können. Dies ist vor allem sehr wichtig bei einer Wurmfortsatzentzündung, der sogenannten Blinddarmentzündung.

Bauchkrämpfe Behandlung

Ist der Arzt gerufen worden ist bis zu dessen Eintreffen Bettruhe einzuhalten. Am besten mit etwas aufgestellten Beinen, z.B. mit einer Rolle unter den Knien. Es darf weder etwas getrunken noch gegessen werden. Die Körpertemperatur ist durch Fiebermessen zu kontrollieren. Das Wärmen des Bauches mit Hilfe von einem Wärmekissen oder ähnlichem lindert zwar ein wenig die Bauchkrämpfe, kann aber für den Arzt das Krankheitsbild verschleiern.

Es sind keine schmerzstillenden Medikamente zu verabreichen. Bei leichteren Bauchkrämpfen, welche nur einem unangenehmes Druckgefühl gleichen und es keine alarmierenden Begleiterscheinungen vorliegen, sollte als erstes für Stuhlgang gesorgt werden. Ein Diättag sollte eingelegt werden, an dem nur Schonkost eingenommen wird. Sollte der Arzt nur informiert sein und ein Bringen in ein Krankenhaus erfolgen, so ist für einen schonenden Transport zu sorgen.