Appetitlosigkeit

Die psychischen Auslöser von Appetitlosigkeit

Beruflicher Stress, Arbeitslosigkeit, Geldsorgen, Probleme in Familie oder Partnerschaft bis hin zum Verlust des Partners und psychische Erkrankungen wie Depressionen: Es gibt zahlreiche Auslöser für eine andauernde Appetitlosigkeit. Die Bandbreite der Unlust auf Nahrungsaufnahme ist ebenso breitgefächert.
Als schlimmste Stufe kennt man hier die absolute Verweigerung der Nahrungsaufnahme unter dem Begriff Anorexia nervosa - die Magersucht. Menschen die unter dieser Form der Appetitlosigkeit leiden, gehören in jedem Fall in die Hände erfahrener Ärzte und Psychologen. Auch mit zunehmendem Alter kann das Hungergefühl gestört sein und es wird nötig, den Appetit wieder anzuregen.

Wenn die Appetitlosigkeit Begleiterscheinung schwerer Erkrankungen ist

Schon Magen-Darm-Infekte können Appetitlosigkeit auslösen. Solche Reaktionen des Körpers dienen der Selbstheilung und sind völlig normal. Heute bemerkt man jedoch verstärkt das Auftreten von Nahrungsmittelallergien, die ebenfalls bewirken können, dass der Mensch den Appetit verliert. Hier ist es erforderlich, die Unverträglichkeit einzelner Inhaltsstoffe zu erforschen um Abhilfe zu schaffen. Schwerwiegende Erkrankungen des Verdauungstraktes wie Entzündungen der Magenschleimhaut, Geschwüre oder Tumore im Magen und Darmbereich müssen in jedem Fall ausgeschlossen werden.

Sollte die Diagnose zum Beispiel Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn lauten oder es sich gar um eine Tumorerkrankung handeln, geht es nicht ohne umfassende medikamentöse Behandlung. Bei einer Magenschleimhautentzündung reicht es oft aus, auf fette oder stark gewürzte Speisen zu verzichten. Patienten mit Leber - oder Schilddrüsenerkrankungen leiden ebenfalls häufig unter andauernder Appetitlosigkeit. Findet man die Ursache, bessert sich dies schnell unter der Therapie.

Appetitlosigkeit bei Suchtkranken

Drogenabhängigkeit beeinflusst ebenfalls das natürliche Hungergefühl. Nach der Entwöhung stellt sich der Appetit wieder ein. Alte Menschen müssen dazu angehalten werden zu essen und zu trinken, denn mit der geringen Aufnahme von Nahrung verkleinert sich das Volumen des Magens und es wird noch schwieriger zu essen. Bei Magersucht benötigen die Patienten stetige Aufforderungen zum Essen und sollten mit der Nahrungsaufnahme nicht allein gelassen werden.