Krankheitsformen durch Yersinia pestis

Unbehandelt enden bei Beulenpest 50%, bei anderen Formen nahezu alle durch Yersinia pestis ausgelösten Erkrankungen tödlich. Bei der Beulenpest bilden sich bei dem Kranken an den Bissstellen die nur für diese Form typischen Beulen, schmerzhafte Lymphknotenschwellungen. Der Patient leidet unter hohem Fieber, Schüttelfrost, Schwindel und Kopf- und Gliederschmerzen. Sekundär können auch andere Organe, vor allem die Lunge, befallen werden.

Die Lungenpest selber gilt als die schnellste Pestform. Neben den oben genannten Grippesymptomen leidet der Patient unter Husten, blutigem Auswurf und Atemnot. Geraten die Yersinia pestis Bakterien in die Blutlaufbahn, so können sie nahezu alle Organe befallen. Oft versagen Nieren und Leber bei dem Versuch, die Erreger abzuwehren, der Patient stirbt an einem toxischen Schock. Eine weitere Form ist die Pest-Pharyngitis, die sich im Rachenbereich ausbreitet und ebenfalls die Lymphknoten schwellen lässt.

Therapie - Yersinia pestis

Rechtzeitig erkannt, lassen sich die Yersinia pestis Bakterien mit Antibiotika gut bekämpfen. In den USA und Kanada ist darüber hinaus eine Totimpfung möglich, das heißt tote Erreger, die die Krankheit nicht auslösen, werden gespritzt. Eine Lebendimpfung ist in Russland möglich, muss allerdings alle sechs Monate erneuert werden. Für das Pflegepersonal von mit Yersinia pestis infizierten Patienten kann eine Chemoprophylaxe, also eine prophylaktische Einnahme von Antibiotika, sinnvoll sein.