Verbreitung von Trypanosoma cruzi

Der Einzeller wurde erstmals 1908 beschrieben und ist hauptsächlich in Süd- und Mittelamerika anzutreffen. Als Wirtstier dienen meist Raubwanzen, wo Trypanosoma cruzi sich durch Teilung im Darm vermehrt. Durch Kontakt mit den Ausscheidungen können sich Säugetiere, also auch Haustiere und der Mensch mit dem Erreger infizieren. Die Raubwanze sticht meist schlafende Säugetiere und saugt ihr Blut. Während des Blutsaugens setzt das Tier Kot ab. Die Ansteckung erfolgt also weniger durch den Stich selbst, sondern durch den Kontakt mit dem kontaminierten Kot der Mücke. Nach der Erstinfektion ist auch eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung durch Bluttransfusion oder Organspende möglich.

Krankheit durch Trypanosoma cruzi

Trypanosoma cruzi ruft die Chagas-Krankheit hervor. Die Krankheit verläuft in vier Stadien. Im Erststadium tritt eine Schwellung an der Einstichstelle auf. Die zweite Phase, auch Akutphase genannt, dauert bis zu 4 Wochen und geht mit Fieber, Ödemen, Luftnot, Durchfall und weiteren schweren Symptomen einher.

Der der Latenzphase ist der Erkrankte immer noch Träger des Parasiten. Es kann über Jahre hinweg immer wieder zum Ausbruch einer Akutphase kommen. Die chronische Phase kann zu chronischer Herzvergrößerung und Absterben des Darms führen. Nicht selten führt diese Phase auch zum Tod des Infizierten.

Behandlung der Trypanosoma cruzi

Trypanosoma cruzi ist nur mit zwei Medikamenten zu behandeln. Dies sind Nifurtimox und Benznidazol. Beide Wirkstoffe zeigen jedoch starke Nebenwirkungen. Eine Impfung ist nicht verfügbar. Als einzige Prophylaxe gilt der Einsatz von Moskitonetzen in gefährdeten Gebieten.