Lebenszyklus Trichinella spiralis

Trichinella spiralis dringt durch den Verzehr von rohem oder ungenügend gegartem Muskelfleisch, das Larven enthält, in den Körper seines Wirtes ein. Die Trichinen befallen die oberste Hautschicht des Dünndarms und wachsen innerhalb weniger Tage zu geschlechtsreifen, bis zu vier Millimeter langen Tieren heran, die weitere Larven hervorbringen. Diese breiten sich über den Blut- und Lymphkreislauf in nahezu alle Bereiche des Körpers aus und nisten sich in der quergestreiften Muskulatur des Skeletts ein, wo sie vom Körper des Wirtes eingekapselt werden. In dieser Form können Trichinen jahrelang überdauern, bis sie durch den Verzehr des Fleisches einen weiteren Wirt befallen.

Erkrankungen durch Trichinella spiralis

Die durch Trichinella spiralis verursachte Trichinellose macht sich in der ersten, auf den Darm beschränkten Infektionsphase durch Übelkeit, Durchfall und Erbrechen bemerkbar. Nach Einwanderung des Parasiten in die Muskulatur können Symptome wie Muskelschmerzen, Atem- und Schluckbeschwerden, hohes Fieber, Ödeme im Gesicht und Hautausschläge hinzukommen. Bei schweren Verläufen kann es zu Entzündungen des Herzmuskels, des Gehirns und sogar zum Tod des Patienten kommen.

Diagnose, Therapie und Vorbeugung

Ein Befall mit Trichinella spiralis wird durch einen Antikörpertest nachgewiesen. Die Infektion kann medikamentös (Mebendazol, Albendazol) behandelt werden. Um einer Trichinellose vorzubeugen und die Larven abzutöten, ist es notwendig zu verzehrendes Fleisch über 65°C zu erhitzen.