Fortpflanzung und Befall

Die Eier des adulten Weibchens werden mit dem Kot des Endwirtes ausgeschieden. Bereits jetzt entwickelt sich die Larve weiter und wird schließlich wieder vom Menschen aufgenommen. Dort schlüpft die Larve des Spulwurms im Dünndarm endgültig und wandert über die Darmwand und den Blutstrom in die Leber. Im Anschluss gelangt die Larve übers Herz in die Lunge und danach in den Kehlkopf, wo sie wieder geschluckt wird und letztlich erneut im Dünndarm zum erwachsenen Wurm heranwächst. Während ihrer Lebensdauer von eineinhalb Jahren kann ein Spulwurm-Weibchen ungefähr 27 Millionen Eier legen.

Vorbeugung und Therapie

Die beste und nachhaltigste Vorbeugung der Infektion durch Spulwürmer ist eine gründliche, konsequente Hygiene. Daher ist es ratsam, die Hände regelmäßig zu waschen, Fäkalien fachgerecht zu entsorgen und auf vermutlich kotgedüngtes Obst zu verzichten.

Bei einem Befall klagt die betroffene Person häufig über Atemschwierigkeiten, asthmaähnliche Anfälle, Husten, Fieber und starke Verschleimung des Rachenbereiches. Im Darm entstehen gefährliche Koliken, außerdem können die Ausgänge der Verdauungsorgane blockiert werden. Der Spulwurm kann durch eine Analyse des Kotes mithilfe des Flotationsverfahrens nachgewiesen werden, bis zur Eiausscheidung oder bei ausschließlich männlichen Spulwürmern wird dieser Test allerdings negativ ausfallen. Eine erfolgreiche Behandlung erfolgt in der Regel mit sog. Benzimidazolen, bei besonders schweren Fällen ist gegebenenfalls auch eine Operation notwendig.