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Rhizopoden

Rhizopoden (Wurzelfüßer), das sind kleine Urtierchen, Protozoen. Es gibt ca 20.000 bekannte Arten. Sie existieren sowohl einzeln als auch in Kolonien, als Endo- oder Ektoparasiten. Rhizopoden besitzen keine stabile Zellwand, weshalb ihre Form veränderlich ist. Manche von ihnen sind gefährliche Krankheitserreger. Für die menschliche Gesundheit sind dabei in erster Linie die pathogenen Amöben von Belang.

Pathogene Rhizopoden

Für den Menschen gefährlich sind vor allem die pathogenen Rhizopoden. Zunächst einmal die Darmamöben, welche starken Durchfall hervorrufen können und vor allem in den Tropen und Subtropen vorkommen. Die Rhizopoden werden über den Kot ausgeschieden und können in Folge wieder das Wasser und dadurch die Nahrung verunreinigen. Der Kreislauf beginnt von Neuem.

Die zweite Gruppe der pathogenen Rhizopoden sind freilebende Amöben. Sie leben am Boden und in stehenden Süßwassergewässern. Sie können ebenfalls Infektionen auslösen. So können Sie in den Augen eine Hornhautentzündung hervorrufen oder auch in das zentrale Nervensystem wandern und eine Meningoenzephalitis, also eine Entzündung des Gehirn und der Gehirnhaut, verursachen. Zudem können sie bei ihrer Wanderschaft, sozusagen im "Schlepptau", auch Bakterien mit übertragen. Was z. B. die Legionärskrankheit verbreiten kann.

Welche Vorbeugung gegen Rhizopoden gibt es?

Dagegen schützen kann man sich nur mit verstärkter Hygiene. Auf Körperhygiene achten und vor allem Lebensmittel, welche roh verzehrt werden, wie Salat und Obst, gründlich waschen. Insbesondere in südlichen, warmen Länden muß darauf besonders geachtet werden. Die Möglichkeit einer Impfung oder einer medikamentösen Vorbeugung gegen Rhizopoden gibt es derzeit nicht.

 

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