Der Pärchenegel - Allgemeine Informationen

Als einziger Vertreter der Saugwürmer existieren die Pärchenegel in klar getrennten Geschlechtern, zudem führt ihr Weg zum Endwirt nicht wie sonst üblich über einen zweiten Zwischenwirt. Darüber hinaus setzen sie sich im adulten Stadium im Venensystem fest und nicht im in der Magen-Darm-Region.

Ausbreitung und Befall

Nachdem sich die Pärchenegel gepaart haben, werden die Eier mit dem Kot des Endwirtes ausgeschieden. Fallen die Fäkalien ins Wasser, so dringen die geschlüpften Larven in einen Zwischenwirt, z.B. eine Wasserschnecke ein, und verlassen diesen wieder, wenn sie weitere Entwicklungsstadien durchlaufen haben. Danach bohrt sich der Pärchenegel durch die Haut in den Körper des Endwirtes und gelangt in die Venen, wo er sich hauptsächlich von roten Blutkörperchen ernährt.

Vorbeugung, Symptome und Therapie

Gerade in tropischen und subtropischen Gebieten sollte man niemals in Seen oder Flüssen baden, die auch von Tieren oder Menschen als Trinkort oder als Ort zur Entsorgung von Abfällen genutzt werden. Pärchenegel lösen die Krankheit Schistosomiasis aus, welche unbehandelt zu einer chronischen Infektion oder sogar zum Tod führen kann. Charakteristische Beschwerden für diese Krankheit sind ein starker Juckreiz und an den Eintrittsstellen der Larven, Hautausschlag, Kopfschmerzen, sehr hohes Fieber, Schüttelfrost und Vergrößerungen von Milz, Leber und Lymphknoten.

Der Befall durch Pärchenegel kann mittels einer Überprüfung des Blutes auf Antikörper nachgewiesen werden. Schistosomiasis wird nachfolgend meist mit der Arznei Praziquantel therapiert.