Im menschlichen Körper vermehren sich die Mycoplasmen auf der Oberfläche der Wirtszellen, bevorzugt auf den oberflächlichen Zellen der Atemwege. Durch ein bestimmtes Protein auf seiner Zellmembran kann sich der Errger an die Wirtszellen ankleben, weshalb er auch nicht so leicht abgehustet wird.

Wenn Mycoplasma pneumoniae in die Lunge gelangt ist, so schüttet die Bakterie Wasserstoffperoxid aus, dadurch werden die Oberflächenzellen angelöst. Dem Erreger fehlen einige Zellorganellen, daher ist er nicht in der Lage, alle nötigen Stoffwechselwege selbst durchzuführen, er ist auf die Stoffwechselprodukte der geschädigten Wirtszellen angewiesen.

Übertragen wird Mycoplasma pneumoniae durch eine Tröpfcheninfektion - beim Niesen oder Husten gelangen die Ausbreitungseinheiten aus den Atemwegen eines Menschen in die eines anderen, wo sie ebenfalls eine Lungenentzündung verursachen. Auch andere spezifische Gewebsentzündungen wie Tracheobronchitis, Pharyngitis, Meningitis oder Mittelohrentzündungen können von Mycoplasma pneumoniae verursacht werden. Außerdem ist die Bakterie auch oft für Störungen des blutbildenden Systems, des zentralen Nervensystems, der Leber und Pankreas sowie kardiovaskulären Syndromen verantwortlich.

Momentan gibt es keine besonderen Maßnahmen, die einer Infektion vorbeugen können. Viele Antibiotika, die bakterielle Zellwände angreifen sind wirkungslos, heute sind aber einige Präparate verfügbar, die die Fortpflanzung der Bakterien unterbinden können.