Für Leishmania tropica ist der Mensch der einzige Endwirt, übertragen wird sie ebenfalls von einer Mücke. Nach einer erfolgten Infektion lassen sich die promastigoten (unreifen) Stadien gezielt von Fresszellen des Immunsystems der Mücke aufnehmen, lassen sich dann aber nicht verdauen, sondern bilden weitere Ausbreitungseinheiten, bis die Fresszelle platzt.

Im Vorderdarm der Stechmücke reichern sich diese Stadien an und werden beim nächsten Stich injiziert. Im Menschen können sich die Leishmanien entweder direkt unter der Haut festsetzen und zur leicht feststellbaren kutanen Leishmaniose führen oder aber in Lymphgewebe und Knochenmark einwandern. Diese Erkrankung wird viszerale Leishmaniose genannt.

Bei der kutanen Erkrankung bilden sich Hautbeulen, weiters auch Auswüchse in den Schleimhäuten des gesamten Magendarmtraktes. In manchen Fällen heilt die Krankheit ohne Therapie von selbst aus, hinterlässt aber deutliche Narben.

Der viszerale Krankheitsverlauf ist meist schwerwiegender - die Leishmanien setzen sich in Immunzellen ab und beeinträchtigen deren Funktion. Insbesondere bei einer Anreicherung der Leishmania tropica in den Lymphknoten wird das gesamte Immunsystem schwer gestört und kann einen letalen Krankheitverlauf bewirken. Eine Therapie ist möglich, eine zuverlässige Impfung gibt es nicht.