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Legionella pneumophila

Legionella pneumophila ist ein sporenloses Stäbchen-Bakterium, das beim Menschen die Legionärskrankheit oder das Pontiac-Fieber auslösen kann. Das Bakterium wurde im Jahre 1976 entdeckt, als unter den Teilnehmern einer Tagung von Kriegsveteranen, eine Epidemie unbekannter Ursache ausbrach. Einige der betroffenen Legionäre verstarben an der Krankheit, die so ihren Namen erhielt.

Legionella pneumophila ist weltweit in Erd- und Gewässerproben nachweisbar. In menschlichen Behausungen kann Legionella pneumophila Warmwasserleitungen und Klimaanlagen besiedeln und so den Menschen infizieren. Die Ansteckung erfolgt beispielsweise durch das Einatmen von erreherhaltigem Wasserdampf in der Dusche. Nach der Ansteckung beginnt eine Inkubationszeit von 2-10 Tagen. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist praktisch ausgeschlossen.

Legionella pneumophila verursacht bei den Patienten Fieber, Kopfschmerzen, Durchfälle und Orientierungslosigkeit. Menschen mit chronischer Grunderkrankung und allgemein Abwehrschwache Patienten, wie z. B. Aidskranke, sind besonders häufig betroffen. Eine intakte Immunabwehr bietet einen gewissen Schutz vor der Krankheit. Schätzungsweise nur 10% aller Infektionen mit Legionella pneumophila führen zum Ausbruch der Erkrankung. Die Legionärskrankheit tritt vor allem in den Sommermonaten auf. In Nordamerika geht man davon aus, dass jährlich ca. 30 Infektionen auf 100.000 Einwohner kommen.

Als Reaktion auf die Infektion mit Legionella pneumophila bildet der Körper Antigene, die sich im Urin nachweisen lassen. Über die Anzucht von Bronchialsekret auf speziellen Nährboden kann ebenfalls ein Nachweis erfolgen. Eine Infektion durch Legionella pneumophila ist nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig.

 

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