Ausbreitung und Befall

Sofern die Eier nach dem Ausscheiden durch den Endwirt ins Wasser gelangen, werden sie dort vom ersten Zwischenwirt, der Vorderkiemenschnecke aufgenommen. Nachdem sie sich in deren Körper weiterentwickelt haben, verlassen sie die Schnecke wieder und warten im Wasser auf die Aufnahme durch einen vorbeischwimmenden Fisch. Hier lagern sie sich daraufhin im Bindegewebe der Schuppen sowie im Gewebe der Muskeln ein. Wird der Fisch schließlich von einem Säugetier gefressen, so gelangen die Katzenleberegel über den Darm und den Zwölffingerdarm in die Leber, Pankreasgänge und die Gallen.

Vorbeugung, Symptome und Therapien

Da die Larven des Katzenleberegels selbst bei Minustemperaturen lebensfähig bleiben und auch durch Trocknung, Marinieren oder Pökeln nicht vernichtet werden können, sollte der Fisch aus eventuell gefährdeten Gebieten vor Verzehr gründlich gekocht oder gebraten werden.  Tatschliche Symptome entwickeln sich häufig erst bei einer starken Infektion mit mehr als 100 Egeln.

Infolge des Befalls entstehen dann Verdickungen der Gallengänge, Gallengangsentzündungen, Gallensteine, Gelbsucht und möglicherweise auch Gewebeeinlagerungen in der Pfortader auf. Des Weiteren begünstigt der Katzenleberegel die Entstehung und Ausbildung von Gallengangkrebs. Die Eier des Katzenleberegels können durch eine Mikroskop-Analyse des Stuhls oder des Dünndarmsafts nachgewiesen werden. Bei der nachfolgenden Behandlung wird meistens das Medikament Praziquantel verwendet.