Die Clostridien zeichnen sich durch eine besondere Beständigkeit ihrer Ausbreitungseinheiten gegenüber Hitze wie auch Antibiotika aus. Insbesondere Clostridium difficile, das unter normalen Bedingungen im Darm der Menschen vorkommt und von gutartigen Keimen unter Kontrolle gehalten wird, nutzt den Einfluss von Antibiotika - wird ein Medikament eingenommen, welches die physiologische Darmflora schädigt, so kann sich Clostridium difficile ungehindert ausbreiten, bewirkt ernsthafte Darmentzündungen und ist schwer wieder einzudämmen.

Ein weitere für den Menschen gefährlicher Erreger ist Clostridium botulinum. Diese Bakterie kann sich in Fleisch sowie in Konservendosen aufhalten. Insbesondere letztere bieten durch ihren Luftabschluss ideale Lebens- und Vermehrungsbedingungen für den Erreger des Botulismus. Werden die Ausbreitungsstadien der Bakterien aufgenommen, so beginnen sie in der sauerstofffreien Umgebung im Darm zu keimen und setzen dabei Botulinumtoxin frei, eine der giftigsten bekannten Substanzen. Das Bakteriengift hemmt die Übertragung der Information von Muskulatur und Nervensystem, die Symptome beginnen mit Lähmungserscheinungen, Erbrechen und Durchfall und enden schlimmstenfalls im Erliegen der Atmung und der Herzmuskulatur. Es gibt ein Gegengift, das das freie Gift im Blutkreislauf bindet und unschädlich macht.

Im Falle einer Gasbranderkrankung zählen in den meisten Fällen ebenfalls Clostridien zu den Auslösern. Sie gelangen durch stark verschmutzte Hautläsionen in den Körper, wo sie sich im Gewebe abkapseln und Sporen ausbilden. Da sie auch hier unter sauerstoffarmen Bedingungen leben, führen sie keine Atmung, sondern Gärung durch, wodurch sich im Gewbe Gasblasen bilden.