Sie sind Teil der normalen menschlichen Bakterienflora der Schleimhaut und der Haut. Zu finden sind sie u.a. im Genital- und Verdauungstrakt und in der Mundhöhle. Diese Art der Bakterien kann zu einer fortschreitenden-chronischen Infektionskrankheit führen, die Strahlenpilzkrankheit (Aktinomykose). Die Bakterienart Actinomyces israelii ist dabei der Haupterreger, der zu Eiterbildung führt.

Es handelt sich bei den anaeroben Aktinomyzeten um grampositive Stäbchenbakterien. Diese wachsen ohne Sauerstoff, auf einem speziellen Nährboden, der einen Blutzusatz hat. Sie bilden Verzweigungen, die ähnlich einem Pilzgeflecht sind. Daher resultiert auch die Bezeichnung Strahlenpilz. Die typischen gelblichen Körnchen (Drusen) sind im Eiter der Actinomyces-Infektionsorten erkennbar.

Je nach dem Entstehungsort der Aktinomykose wird sie nach verschiedenen Formen unterteilt.

Die Zervikofasziale Aktinomykose beginnt in der Mundhöhle. Die Lungenaktinomykose: Dabei gelangt der Erreger über eingeatmeten Speichel oder über die Blutbahn in die Lunge. Die Darmaktinomykose entsteht durch recht kleine Verletzungen der weiblichen Geschlechtsorgane oder der Schleimhäute des Darmtrakts.

Auch bei gesunden Menschen siedeln sich Anaerobe Aktinomyzeten überwiegend in der Mundschleimhaut an. Zu einer Aktinomykose kommt es im Jahr bei 2,5 - 5 Menschen von 100.000. Männer sind dabei doppelt so oft betroffen wie Frauen. Es gibt bisher keine spezifischen vorbeugenden Maßnahmen.