Grundsätzlich werden ekkrine und apokrine Schweißdrüsen unterschieden. Erstere befinden sich an der Grenze zwischen Unterhaut und Haut. Sie verteilen sich auf den gesamten Körper und besitzen keinerlei Verbindung zu den Haarwurzeln.

Im Bereich der Achselhöhlen, des Genitalbereichs und weiteren Körperregionen befinden sich die apokrinen Schweißdrüsen. Diese werden ist im Zuge der Pubertät ausgebildet und befinden sich im Unterhautgewebe nahe der Haarwurzeln. Neben Schweiß produzieren die apokrinen Drüsen auch bestimmte Duftstoffe.

Generell kann die Schweißabsonderung nicht willentlich kontrolliert werden. Besondere Gefühlsregungen, wie z. B. Wut, Erregung und Angst, können zu plötzlichem starken Schwitzen führen. Menschen die von einer Hyperhidrose betroffen sind, leiden unter übermäßig starker Schweißproduktion. Sie schwitzen völlig unabhängig von den Außentemperaturen oder körperlicher Betätigung.

Das Phänomen kann sowohl in Teilbereichen (Hände, Füße, Achselhöhlen) auftreten als auch den ganzen Körper betreffen. Die Hyperhidrose kann einen enormen Leidensdruck verursachen, wenn sie den Betroffenen an der Teilnahme am sozialen Leben behindert. Die Ursachen der Erkrankung sind vielfältig und reichen von Diabetes, Übergewicht, psychischen Problemen bis hin zu hormonellen Störungen. Zur Beseitigung des übermäßigen Schwitzens können die Schweißdrüsen operativ entfernt werden. Dies kommt vor allem im Bereich der Achselhöhlen in Frage. Eine Behandlung mit Botox oder Anticholinergika verspricht ebenfalls Abhilfe.