Zöliakie

Der Patient, der an Zöliakie leidet, hat eine Unverträglichkeit gegen bestimmte Eiweiße, so genannten Gluten. Diese Gluten können Gerste, Weizen, Dinkel, Grünkern und Roggen sein. Dadurch schrumpft die Dünndarmausstülpung, wobei der Körper Vitamine, Proteine, Mineralien, Zucker, Fette und auch Wasser nicht mehr richtig aufnimmt. Dieser Mangel verursacht Beschwerden und Symptome, die vielfältig sein können.

Der Stuhl kann voluminös und riechen, da die Fett unverdaut ausgeschieden werden. Das hat zur Ursache, dass der Betroffene unter Blähungen leidet, abmagert und zur Blutarmut leidet. Dabei kann es zu Wassereinlagerungen, Hautpigmentierung, Haarausfall und Muskelschwund kommen. Darüber hinaus zeichnet sich ein Kalzium- und Vitaminmangel ab. Bei Kleinkindern kann dies im sechsten Lebensmonat auftreten, wenn sie das erste mal mit Breikost zugefüttert werden. Die Symptome können Appetitlosigkeit und Bauchschmerzen sein. Der Bauch ist gebläht und die Kinder Folge, dass sie unter Austrocknung leiden und Zeichen einer Blutarmut aufweisen. Viele Betroffene weisen die Zuckerkrankheit Typ 1 auf. Darüber hinaus haben sie oftmals einen Eisenmangel, Leberentzündungen, Gelenkbeschwerden und bei Frauen kann es auch zu Fehlgeburten führen oder sogar bis hin zur Unfruchtbarkeit.

Die Diagnose für diese Krankheit kann der Nachweis von speziellen Antikörpern im Blut sein oder aber eine Gewebeprobe, die entnommen wird. Diese wird von der Dünndarmschleimhaut entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. Die beste und zur Zeit einzige Behandlung besteht darin, auf glutenhaltige Nahrungsmittel für immer zu verzichten. Viele Lebensmittel enthalten diese Stoffe, werden aber in der Zutatenliste nicht mit aufgeführt. Auch ein Urlaub in einem anderen Land macht es den Betroffenen nicht einfach, da hier die Ernährung oftmals anders ist. Es ist wichtig, sich mit der Ernährung auseinander zusetzen, damit der Betroffene weiß, was er essen darf und was nicht. Es gibt viele Experten auf diesem Gebiet, die dabei helfen können.