Zecken FSME

Zecken - Allgemeines zu FSME

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME genannt, ist eine Infektionskrankheit, welche durch den Biss infizierter Zecken übertragen wird und zu einer Schädigung von Gehirn, Hirnhäuten und Rückenmark führen kann. Bei Aufenthalten im Freien ist in gefährdeten Regionen Vorsicht geboten. Dazu zählen Bayern, Baden-Württemberg und der Süden Hessens. Zecken lauern in hohem Gras, Laub und Gebüsch und sind zwischen April und November aktiv. In Gebirgslagen ab 1 000 Metern kommt die Zecke nicht vor.

Zecken - Symptome einer FSME

In vielen Fällen verläuft eine durch Zecken übertragene FSME ohne Symptome. Bei 20% der infizierten Personen treten etwa eine Woche nach dem Zeckenbiss grippeähnliche Symptome auf. Häufig wird FSME zu spät erkannt, da die Symptome kurzzeitig wieder abklingen. Bei einem Fünftel der Betroffenen meldet sich Zecken FSME mit heftigen Fieberschüben zurück. Es kommt zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerz und Bewusstseinsstörungen. Ist das Rückenmark in Mitleidenschaft gezogen, treten Lähmungen auf. Vereinzelt können bei einer durch Zecken verursachten FSME bleibende Schäden, wie Hörprobleme oder Gedächtnisstörungen, zurück bleiben. Etwa 2% der an einer Zecken FSME erkrankten Personen sterben. Meist klingen die Symptome der FSME nach mehreren Monaten ab und der Betroffene bleibt lebenslang immun.

Zecken - Diagnose und Behandlung von FSME

Besteht der Verdacht auf eine Zecken FSME, wird die Gehirnflüssigkeit auf Antikörper untersucht. Bestätigt sich die Annahme, ist keine gezielte Behandlung möglich. Lediglich die Symptome können durch die Gabe von schmerz- und fiebersenkenden Mitteln gelindert werden. Schwere Fälle müssen intensivmedizinisch behandelt werden. Besonders in Krisengebieten ist eine vorsorgliche Impfung ratsam. Eine aktive Immunisierung wird nach drei Impfungen erreicht und sollte etwa alle vier Jahre aufgefrischt werden.

Um die Infektion mit FSME möglich gering zu halten, sollten Zecken nach dem Biss baldigst entfernt werden. Dabei sollte die Zecke so weit wie möglich an der Haut mit der Zeckenzange gepackt werden. Drehbewegungen sind zu vermeiden, ebenso ist auf alte Hausmittel, wie die Verwendung von Öl oder Kleber zu verzichten. Die Zecke würde im Todeskampf vermehrt Erreger in die Blutbahn des Betroffenen abgeben.