Windpocken Therapie

Die Therapie von Windpocken beschränkt sich auf eine symptomatische Behandlung. Das bedeutet, dass die Virusinfektion nicht bekämpft, sondern nur gelindert werden kann. Gelindert wird dabei der bestehende Juckreiz und das Ziel besteht außerdem darin, eine zusätzliche bakterielle Infektion zu verhindern. Der Juckreiz kann zum Bespiel gelindert werden, indem feuchte Kompressen aufgelegt werden. Medikamente, die den Juckreiz stillen sind z.B. auch Antihistaminika.

Bisher hat es sich auch als hilfreich erwiesen, wenn adstringierende Emulsionen aufgetragen werden. Es ist auch gut, wenn man die Fingernägel des Kindes schneidet. Damit wird die Gefahr einer Superinfektion erheblich vermindert. Denn durch die Fingernägel kratzt sich das Kind die Pocken auf und dadurch kann Schmutz in die offenen Pusteln geraten - die Voraussetzung für eine Superinfektion. Auch bestehendes Fieber kann mit diversen Medikamenten behandelt werden z.B. Paracetamol.


Wenn ein betroffender Patient ein schwaches Immunsystem hat, kann er schon früh mit dem virushemmenden Aciclovir behandelt werden. Dabei werden jedoch keine Viren abgetötet, es verhindert lediglich das Auftreten von neuen Viren. Außerdem ist das oben genannte Medikament nur wirksam, wenn es innerhalb von 24 Stunden eingenommen wird. Danach hat es keine Wirkung mehr bzw. nur eine ganz geringe.


Die bereits vorhandenen Pusteln sollen ausgetrocknet werden. Dafür hat sich eine Zinkschüttelmixtur sehr gut bewährt.
Bei Kleinkindern sollte man bei Fieber auch kein Aspirin ® verwenden. Wird solch ein Medikament während der Windpockenerkrankung eingenommen, kann es zu dem sogenannten Reye-Syndrom kommen. Dieses schwere Krankheitsbild kann Erbrechen mit sich bringen, sowie Verwirrtheit, Krampfanfälle und im schlimmsten Fall sogar zum Koma führen.


Vor der Benutzung von Salben wird eindringlich gewarnt, da die Salbe relativ luftdicht ist und so entsteht auf den betroffenen Hautstellen ein guter Nährboden für weitere bakterielle Infektionen.
Natürlich ist jede Vorbeugung besser als eine Therapie, daher sollte man darauf Acht geben, dass man nicht mit infizierten Personen in Kontakt kommt und seine Kinder zum Beispiel nicht in den Kindergarten schicken, wenn dort die Windpocken ausgebrochen sind.


Achtung: Alle Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt und ersetzen keinesfalls einen Arztbesuch.