Windpocken Symptome

Windpocken sind eine ansteckende Kinderkrankheit, welche von Fieber und Bläschenbildung begleitet wird und meist zwischen dem zweiten und zehnten Lebensjahr auftritt.

Zwischen ein und drei Wochen nach einer Infektion mit Windpocken treten die ersten Symptome auf. Kinder klagen über Mattigkeit und Kopfschmerzen und neigen zu leichtem Fieber. Haben sich Erwachsene mit Windpocken infiziert, ähneln die auftretenden Symptome denen einer Grippe.

Ist die Infektion weiter vorangeschritten, beginnt die Haut zu jucken und es bildet sich ein Ausschlag in Form von roten Flecken, welche sich schnell zu mit Flüssigkeit gefüllten Hautbläschen ausbilden. Innerhalb von ein bis zwei Tagen trocknen die Bläschen aus und verkrusten. An den Folgetagen erscheinen schubweise immer neue Blasen. Meist beginnt eine Infektion mit Windpocken im Gesicht oder am Rumpf und kann sich sehr schnell auf den gesamten Körper ausbreiten. Es ist auch möglich, dass Bläschen im Mundbereich auftreten und die Nahrungsaufnahme behindern. Ebenfalls befallen von Windpocken können die Kopfhaut und die Genitalien sein. Die Symptome von Windpocken dauern in etwa zehn Tage an.

Das Aufkratzen der Bläschen kann zu Infektionen der Haut führen. Windpocken gelten als typische Kinderkrankheit und verlaufen weitgehend harmlos. Sollten bei Kindern jedoch Symptome wie starkes Erbrechen und Apathie auftreten, macht sich ein Klinikaufenthalt notwendig. Bei Erwachsenen sind die Symptome der Windpocken meist stärker ausgeprägt. In seltenen Fällen kann es zu einer Lungenentzündung kommen. Möglich ist auch eine Entzündung des Kleinhirns. Die Folge ist eine Ataxie genannte Gehstörung, die jedoch innerhalb weniger Wochen abklingt. Besonders gefährdet an Windpocken ernsthaft zu erkranken sind Neugeborene und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Erkranken Schwangere an Windpocken, kann dies in seltenen Fällen eine Missbildung des Kindes zur Folge haben.

Der Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens meist nur einmal an Windpocken. Da die Kinderkrankheit von Varicella-Zoster-Virus hervorgerufen wird, welches auch für die Gürtelrose verantwortlich zeichnet, ist es möglich, dass bei bereits im Kindesalter an Windpocken erkrankten Menschen bei einer erneuten Infektion in späteren Jahren die Gürtelrose zum Ausbruch kommt.