Verstopfung Therapie

Verstopfung bei Kindern - was kann dagegen getan werden?

Wenn ein Kind unter Verstopfung leidet, sollte zuerst die Ernährung umgestellt werden.

Verstopfung - Ernährung

- Milchprodukte reduzieren, da sie viele Kalorien und keine Ballaststoffe enthalten
- viel Gemüse, Salate und Rohkost
- viel Obst (speziell Pflaumen, Birnen, Äpfel, Melone, Aprikose, Feige)
- Vollkornprodukte; kein Toast, keine weißen Brötchen
- keine Schokolade oder sonstige Süßigkeiten
- reichlich kalorienfreie Getränke (Mineralwasser, Tee, verdünnte Obstsäfte)
- Morgens 1 Glas Saft auf nüchternen Magen zur Anregung der Darmtätigkeit

Auch eine Kuhmilchunverträglichkeit kann zu Verstopfungen beim Kind führen. Sollte die Verstopfung länger anhalten, ist es unvermeidlich, das Kind darauf testen zu lassen.

Eine Bauchmassage kann die Darmbewegung anregen und auch die durch die Verstopfung enstandenen Schmerzen lindern. Dazu empfiehlt es sich, eine so genannte "Windsalbe" zu verwenden. Diese findet man in jedem gut sortierten Drogeriemarkt oder in der Apotheke.

Vestopfung - Medikamente

- Als Gleitmittel und Stuhlaufweicher Paraffinöl bis zu 30 ml/10kg. Die Dosis muß je nach Wirkung angepaßt werden. Gabe 1 Std. vor oder nach den Mahlzeiten, um Vitaminaufnahme nicht zu beeinträchtigen

WICHTIG! Paraffinöl darf nicht bei Kindern unter 2 Jahren und bei Spucken und Erbrechen eingesetzt werden!

- Als Stuhlweichmacher Lactulose, ein nicht verdaubarer Zucker, mit dem bekannten Milchzucker verwandt. Säuglinge 5-15ml; Kleinkinder 10-20ml, Schulkinder 30-90ml in 1-2 Dosen/Tag. Lactitol als Alternative mit weniger Eigengeschmack, kann in Speisen gemischt werden.

- Weizenkleie als Füllmittel (in Joghurt o ä verabreichen). Kleinkinder 5g, Schulkinder 15-30g mit viel Flüssigkeit.

- Bulboid-Zäpfchen, welche durch ihren Glyceringehalt den Enddarm besser passierbar machen und den Stuhlgang anregen. Allerdings sind diese Zäpfchen nicht für den Dauergebrauch bestimmt.

Bei allen medikamentösen Behandlungsmethoden gegen Verstopfungen bei Kindern sollte auf jeden Fall zunächst Ärztlicher Rat eingeholt werden.