Plötzlicher Kindstod - Vorbeugen

Der plötzliche Kindstod bleibt Medizinern bis heute ein Rätsel. Die genauen Ursachen sind nach wie vor nicht geklärt. Allerdings gibt es bestimmte Risikofaktoren, welche die Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen Kindstodes erhöhen. Bereits während der Schwangerschaft sollte unbedingt auf Nikotin, idealerweise auch auf Alkohol verzichtet werden. Nach Geburt des Kindes ist es besonders wichtig, dass in dessen Umgebung nicht geraucht wird. Auch wenn das Baby nicht in der Nähe ist, sollten stillende Mütter auf das Rauchen verzichten, da das Baby sonst über die Muttermilch schädliches Nikotin aufnimmt.

Plötzlicher Kindstod wird auch durch die Schlaflage des Säuglings begünstigt. Eltern sollten zum Vorbeugen daher darauf achten, dass ihr Baby nicht auf dem Bauch oder auf der Seite, sondern auf dem Rücken schläft. Außerdem sollten Eltern darauf achten, dass der Kopf des Kindes nicht durch Bettzeug bedeckt wird. Am sichersten ist es, das Baby in einem passenden Säuglingsschlafsack ins Bett zu legen. Auf Kissen oder Stofftiere sollte in Säuglingsbetten verzichtet werden, um zu verhindern, dass diese in irgendeiner Form die Atmung des Babys behindern. Auch die Schlafzimmertemperatur kann einen Einfluss haben, daher sollte diese zwischen 16 und 18 Grad liegen. Babys sollten beim Schlafen keine Mütze aufgesetzt bekommen. Plötzlicher Kindstod lässt sich auch durch Stillen während der ersten sechs Lebensmonate des Säuglings vorbeugen.

Plötzlicher Kindstod lässt sich außerdem vorbeugen, indem auf Auffälligkeiten geachtet und bei deren Auftreten ein Kinderarzt aufgesucht wird. So sollten blaue Flecken, starkes Schwitzen oder auffallende Blässe im Schlaf, Atempausen, auffallend schrilles Schreien, Probleme beim Trinken sowie häufiges Verschlucken oder Erbrechen unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Außerdem ist es für Eltern empfehlenswert, sich Kenntnisse in der Ersten Hilfe anzueignen, die besonders auf die Erstversorgung bei Säuglingen zugeschnitten sind. Im Notfall, wie bei Aussetzen des Herzschlages oder der Atmung, sollten Eltern die Mund-zu-Mund-Beatmung und Herzdruckmassage bei Säuglingen beherrschen, um somit noch vor Eintreffen des Notarztes eingreifen und somit eventuell das Leben ihres Babys retten zu können.