Plötzlicher Kindstod - Therapie

Plötzlicher Kindstod - Definition

Als plötzlicher Kindstod wird das unerwartete und nicht erklärliche Versterben eines Säuglings oder eines Kleinkindes bezeichnet, welches meist in der Schlafenszeit auftritt. Bei einer Autopsie werden also alle natürlichen und nicht-natürlichen Ursachen für den plötzlichen Kindstod ausgeschlossen.

Plötzlicher Kindstod - Therapie

Der plötzliche Kindstod kann neben einer Wiederbelebung nach Eintreten nicht mehr durch eine Therapie behandelt werden; es gibt nur verschiedene Vorsorgemaßnahmen, die die Wahrscheinlichkeit verringern. Hierbei sollten so genannte Risikofaktoren möglichst gering gehalten werden. Zu den vorsorgenden Maßnahmen zählen eine rauchfreie Umgebung und somit der Verzicht auf Tabakkonsum während der Schwangerschaft und des ersten Lebensjahres des Kindes, damit das Kind stets frische Luft einatmet und einem plötzlichen Kindstod durch Atemschwierigkeiten vorgesorgt wird. Weiterhin sollte als vorbeugende Therapie des plötzlichen Kindstodes eine Schlafzimmertemperatur von 16-18 °C, sowie die Rückenlage beim Schlafen beachtet werden. Beim Schlafen auf dem Bauch besteht die Gefahr, dass das Kind seine ausgeatmete, sauerstoffarme Luft wieder einatmet oder die Atemwege ganz versperrt werden. Auch die Seitenlage ist nicht günstig für den Säugling, da sie als instabil angesehen wird und das Kind so leicht auf den Bauch rollen kann.

Um einem Versterben durch Ersticken entgegen zu wirken, sollte außerdem darauf geachtet werden, dass sich keine Kissen, Felle, Decken oder Plüschtiere in der Nähe des Säuglings befinden, sondern es stattdessen in einem passenden Babyschlafsack schläft. Ebenso wird als prophylaktische Maßnahme das Schlafen des Kindes in einem Einzelbett im Zimmer der Eltern angesehen, da die Eltern so schneller durch Geräusche auf Beschwerden des Säuglings aufmerksam werden. Es sollte auch auf die Atmung des Kindes geachtet werden. Bei Atempausen, die länger als 20 Sekunden andauern oder wenn die Kinder blau anlaufen, sollte eine Klinik aufgesucht werden, die das Kind eingehend untersucht, da dies Anzeichen für den plötzlichen Kindstod sein könnten. Die Kontrolle geschieht mit Hilfe eines Monitors, welcher Atmung und Herzfrequenz während des Schlafes überwacht. Außerdem wird laut Studien als vorbeugende Therapie gegen den plötzlichen Kindstod das Saugen an einem Schnuller empfohlen.