Leukämie Therapie

Die Therapie von Blutkrebs ist abhängig davon, welche Art der Leukämie aufgetreten ist. Die Grundbehandlung der Erkrankung erfolgt fast immer mittels Chemotherapie mit sogenannten Zytostatika. Durch das Medikament werden kranke Zellen angegriffen und zerstört, die gesunden aber bleiben überwiegend erhalten. Meist reicht ein Medikament bei der Chemotherapie nicht aus, es müssen Substanzkombinationen gegeben werden, die auf verschiedene Arten wirken. Die Chemotherapie wird ambulant durchgeführt. Der Patient findet sich in regelmäßigen Abständen im Krankenhaus ein und bekommt die verordnete Dosis per Infusion. Nach einer kurzen Ruhephase kann der Patient dann bis zum nächsten Medikamentenzyklus nach Hause gehen.

Der Nachteil einer Chemotherapie sind die starken Nebenwirkungen und die mögliche Schädigung von gesunden Zellen. Um die Wirkung zu überprüfen, werden während des Behandlungszeitraums immer wieder Blutkontrollen durchgeführt, um die Menge der malignen Zellen festzustellen. Mit verschiedenen Nebenwirkungen ist durch die Medikamente zu rechnen, insbesondere der Magen-Darm-Trakt wird in Mitleidenschaft gezogen, was Durchfälle, Übelkeit und Erbrechen zur Folge haben kann. Die wohl bekannteste Nebenwirkung von einer Chemotherapie ist der Haarausfall. Mehr als 90 Prozent aller Krebspatienten verlieren durch die Zytostatika sämtliche Haare auf dem Kopf. Nach dem Abschluss der Behandlung wachsen diese jedoch wieder nach und mit Perücken oder Kopftüchern ist die Übergangszeit für die meisten Menschen erträglich.

Wenn bereits sehr viele, gesunde Leukozyten zerstört sind, wird eine Knochenmarktransplantation unumgänglich sein. Einen passenden Spender zu finden ist nicht immer einfach. Insbesondere bei seltenen Blutgruppen kann die Suche nach dem Spender mitunter mehrere Wochen dauern. Im Idealfall gibt es einen kompatiblen Spender im Familienkreis, aber auch Knochenmark von fremden Spendern kann für viele Leukämiepatienten eine große Chance sein. Wenn bereits Lymphknoten oder Organe vom Krebs befallen sind, wird oft eine Operation unumgänglich. Befallene Lymphknoten werden großflächig entfernt, um eine Ausbreitung auf das umliegende Gewebe und die Organe zu verhindern. Wie bei allen Krebserkrankungen gilt auch bei Leukämie, je früher die Therapie begonnen wird, umso größer sind die Heilungschancen und umso besser ist die Prognose.