Leukämie Diagnose

Um eine Blutkrebserkrankung zu diagnostizieren, wird vom Arzt das Blut untersucht. Im Blutbild können mit einem sogenannten Differenzialblutbild Veränderungen der Leukozytenzahl festgestellt werden, da die Zellen unter einem Mikroskop gezählt werden. Durch das Differenzialblutbild kann das Entwicklungsstadium einzelner Zellen festgestellt werden, bei unterentwickelten, nicht funktionsfähigen Zellen liegt eine Leukämie vor. Wenn das Blutbild unauffällig ist und keine malignen Leukozyten gefunden werden, kann eine Leukämie sehr wahrscheinlich ausgeschlossen werden.

Es gibt je nach Art der Erkrankung typische Blutbilder, so dass Ärzte sehr schnell sehen können, um welche Form des Blutkrebs es sich handelt. Bei einem auffälligen Blutbild wird in der Regel sehr rasch eine Knochenmarkbiopsie angeordnet, um die Diagnose zu sichern. Diese Untersuchung löst bei vielen Patienten Angst aus, allerdings handelt es sich um einen schmerzfreien Eingriff, der mit einer lokalen Anästhesie durchgeführt wird. Durch eine Punktierung am Becken wird mit einer Hohlnadel etwas Knochenmark entnommen, welches dann im Labor analysiert wird. Bei Patienten mit Leukämie befinden sich im Knochenmark übermäßig viele, unreife Blutzellen.

Da sich gerade eine chronische Leukämie sehr schleichend bemerkbar macht, muss bei der Diagnosestellung über den möglichen Befall von Organen oder Lymphknoten nachgedacht werden. Um die Ausbreitung der Leukämie festzustellen, werden bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall oder Computertomographie angewandt. Wenn die Diagnose Leukämie sicher gestellt wurde, wird der Arzt schnellstmöglich die Chemotherapie einleiten und den Patienten über eine Knochenmarkspende aufklären. Da bei der Knochenmarkspende die Blutgruppen von Spender und Patient identisch sein müssen, ist nicht jede Person geeignet für die Spende.

Es erfolgt in der Regel zunächst die Befragung und Untersuchung von Angehörigen, die bereit wären, dem Kranken Knochenmark zu spenden. Findet sich kein passender Spender, wird der Patient auf eine Warteliste gesetzt und bekommt die Knochenmarktransfusion dann von einer fremden Person. Es spielt keine Rolle, ob der Spender die gleichen Erbanlagen hat und mit dem Kranken verwandt ist, da nur die Kompatibilität der Blutgruppen für den Erfolg der Transfusion entscheidend ist. Die Chemotherapie wird meist über mehrere Wochen oder Monate hinweg angewandt, um im Genesungsfall einen Rückfall zu verhindern.