Leukämie Definition

Bei Leukämie handelt es sich um eine Krankheit, bei der die weißen Blutkörperchen befallen sind. Eine Art dieser Leukozyten vervielfältigt sich unkontrolliert und taucht dann als nicht funktionsfähige Zelle in den Organen und im Knochenmark auf. Durch die vielen vorhandenen, aber unfertigen weißen Blutkörperchen, wird die Produktion der funktionsfähigen Leukozyten unterbunden, und es entsteht ein Mangel. Grundsätzlich gibt es zwei Formen der Leukämie, die chronische Variante und die akute Erkrankung.

Bei der chronischen Form setzt die Krankheit schleichend ein. Betroffene merken oftmals erst nach sehr langer Zeit, dass sie ernsthaft krank sind und gehen zu einem Arzt, da die ersten Symptome wie Müdigkeit und Schwächegefühl oftmals auf Stress oder alltägliche Belastung geschoben werden. Erst nach mehreren Monaten oder auch Jahren manifestiert sich die Erkrankung und das volle Erscheinungsbild tritt zu Tage. In diesem Stadium ist bereits der größte Teil des Knochenmarks mit den malignen Zellen befallen und die Therapie muss sofort eingeleitet werden.

Die akute Leukämie beginnt plötzlich und der Patient hat sehr schnell ein starkes Krankheitsgefühl. Durch den heftigen Beginn dieser Form wird in der Regel recht schnell der Arzt konsultiert und die Behandlung mit Chemotherapien und einer Knochenmarkspende kann sofort eingeleitet werden. Durch die moderne Forschung bedeutet die Diagnose Blutkrebs heute kein Todesurteil mehr, sehr viele Patienten können geheilt werden und dann ein normales Leben führen.

Eine weitere Einteilung der Leukämie findet beim Reifegrad der Leukozyten statt. Unterschieden wird in myeloische (Leukozyten aus dem Knochenmark) und lymphatische (Leukozyten aus den Lymphorganen). Bei beiden Formen gibt es jeweils die chronische und die akute Verlaufsform. Die akute Leukämie hat generell eine bessere Heilungsprognose, da die Krankheit schnell erkannt wird. Da bei der chronischen Form viele Monate vergehen können, bevor der Patient die Diagnose erhält und die Behandlung eingeleitet wird, ist die Ausbreitung oftmals schon deutlich mehr voran geschritten und die Therapie schlägt teilweise nicht mehr so gut an.