Läuse Krankheitsverlauf

Es gibt verschiedene Arten von Läusen, die den Menschen befallen können. Dazu gehören zum Beispiel die Körper- und die Schamläuse sowie die gerade bei Kindern häufiger auftretenden Kopfläuse. Vor allem bei Mädchen, die beispielsweise in der Schule mit Freundinnen Haarschmuck, Mützen oder Bürsten austauschen, tauchen die letztgenannten des öfteren auf.

Kopfläuse sind kein Anzeichen von mangelnder Hygiene. Der Befall dieser Parasiten kann jeden treffen. Meist ist das erste Anzeichen ein Jucken der Kopfhaut, seltener sieht man die kleinen Tierchen direkt. Im Verlauf des Kopflausbefalls entstehen auf der Haut oft kleine rote Pünktchen - hervorgerufen durch den Speichel, den der Blutsauger beim Stechen in der Wunde hinterlässt, - die vor allem an den wärmeren Bereichen hinter den Ohren und im Nacken zu finden sind.

Hat man die Vermutung, dass ein Befall von Läusen vorliegt, ist zu empfehlen, die trockenen Haare über einem weißen Untergrund vorsichtig auszukämmen. Zum einen sind aus dem Haar fallende Läuse so besser zu erkennen, zum anderen kann man auf dem hellen Untergrund bei gutem Licht das einzelne Haar nach Nissen absuchen. Nissen sind die Eier der Läuse und kleben fest am Haar.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, sind für die Behandlung einige wirksame und für den Menschen unschädliche Präparate beim Arzt oder in der Apotheke erhältlich. Die Behandlung mit diesen Präparaten muss im Abstand von etwa 8 Tagen (Packungsbeilage beachten!) wiederholt werden, da nach dieser Zeitspanne erneut Nissen ausschlüpfen können. Des Weiteren müssen Handtücher, Betttücher, Kopfkissen und ähnliche Textilien gewaschen werden, damit die darin möglicherweise vorhandenen Läuse und Nissen abgetötet werden. Auch ein Absaugen von Teppichen, Sofas etc. ist zu empfehlen. Menschen, die in sehr engen Kontakt zu der von Kopfläusen befallenen Person stehen, sollten gegebenenfalls mitbehandelt werden. Von Läusen können bestimmte Krankheiten übertragen werden, so zum Beispiel das Fleckfieber. In unseren Breitengeraden und mit Hilfe der hier erhältlichen Medikamente tritt dieser Fall jedoch so gut wie nie ein.