Keuchhusten Diagnose

Keuchhusten wird durch eine Tröpfcheninfektion übertragen. Die Krankheitsauslösenden Bakterien besiedeln die Schleimhäute der Atemwege und verursachen dort eine Entzündung, die den typischen krampfartigen Husten auslöst. Die Inkubationszeit - der Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit - beträgt ein bis zwei Wochen, die Erkrankung selbst dauert acht bis zehn Wochen. Ansteckend ist der Keuchhusten insgesamt sechs Wochen, vor allem in den ersten beiden Wochen! Weil diese Krankheit so lange dauert und der quälende Husten für Kinder wie für Eltern sehr belastend ist, lassen viele Eltern ihre Kinder dagegen impfen, weshalb der Keuchhusten stark zurückgegangen ist.

Der Keuchhusten verläuft in drei Stadien:

Erstes Stadium:


In den ersten beiden Wochen hat das Kind eine Erkältung mit Husten, der allmählich in Krampfhusten übergeht.

Zweites Stadium:


In den Nächsten drei bis vier Wochen kommt es zu den typischen Hustenanfällen und - Krämpfen. Je nach Schwere der Erkrankung hat das Kind täglich zwischen fünf und 50 Hustenanfälle, von denen es häufig regelrecht geschüttelt wird! Der Husten ist bellend, stakkatoartig, wobei sich das Gesicht rot oder sogar blau verfärbt. Lässt der Anfall nach, zieht das Kind keuchend Luft ein. Zunächst sondert es zähflüssig - glasigen, später dicken gelben Schleim ab.Häufig erbricht es während eines Hustenanfalls Schleim oder Nahrung. Auch Nasenbluten kann die Hustenanfälle begleiten. Zwischen den Anfällen macht das Kind meist keinen kranken Eindruck.

Drittes Stadium:


Nun beginnt der Keuchhusten langsam nachzulassen. In weiteren drei bis vier Wochen ist die Krankheit überstanden. Für Kinder unter einem Jahr ist der Keuchhusten lebensgefährlich, da bei ihnen die Gefahr des Atemstillstandes besteht. Außerdem erkranken die Kinder häufiger an einer Lungenentzündung, die in diesem Alter zum Tot führen kann! Mitunter kann eine Mittelohrentzündung hinzukommen oder in sehr seltenen Fällen kann auch mal eine Gehirnentzündung auftreten.