Orthorexie Therapie

Bei der Krankheit Orthorexie handelt es sich um ein Zwangsverhalten in Bezug auf gesunde Ernährung. Orthorexie kann aber nicht eindeutig in die Spate der Essstörungen gezählt werden, da die Krankheit noch nicht eindeutig klassifiziert wurde. Die Betroffenen nehmen nur noch gesunde Lebensmittel zu sich und sind der Meinung, dadurch dem Körper etwas Gutes zu tun. Der Unterschied zum ausgewogenen und dadurch gesunden Ernähren liegt jedoch darin, dass sich die Gedanken der Betroffenen nur noch um die richtige Zusammensetzung des Ernährungsplanes drehen, der Genuss beim Essen und Trinken somit immer mehr verloren geht und das exzessive gesunde und meist auch einseitige Ernähren schließlich zu Mangelerscheinungen führt. Oft wird sich nach einer gewissen Zeit vegan ernährt oder nur noch Obst und Gemüse gegessen. Im Gegensatz zur Magersucht, Fettsucht oder Bulimie geht es hier aber nicht um die Menge der aufgenommenen Nahrung, sondern um die Qualität.

Genauso schwierig, wie die Klassifizierung der Krankheit ist, ist es, eine Diagnose herzuleiten, da die Unterschiede zwischen Lebensstil und Krankheit fließend sind. Eine Therapie bei Orthorexie ist nicht leicht, denn die Betroffenen glauben das Richtige zu tun und sind nicht bereit ihr Verhalten zu ändern. Sie versuchen eher, noch Verwandte und Bekannte von ihren Essgewohnheiten zu überzeugen. Da Orthorexie zu den psychischen Erkrankungen gezählt werden kann und nicht als Problem der Ernährung, muss sie dementsprechend bei Therapeuten, die auf Essstörungen spezialisiert sind, behandelt werden.

In der Therapie bei Orthorexie werden grundsätzlich die gleichen therapeutischen Prinzipien angewandt wie bei anderen Essstörungen. Es geht darum, den Betroffenen die Krankheit sichtbar zu machen und die verzerrte Selbstwahrnehmung wieder zu korrigieren. Außerdem soll der Zwang gegenüber dem gestörten Essverhalten überwunden werden. Die Ursache von Orthorexie geht auf eine psychische Störung zurück, mit meist zwanghaften und neurotischen Zügen. Durch die Fixierung auf das gesunde Essen, versuchen die Betroffenen oft ein geringes Selbstwertgefühl und Ängste zu kompensieren.