Diphterie Ursachen

Die Infektionskrankheit Diphtherie wird durch das Corynebakterium diphteriae verursacht. Es bildet Gifte und zerstört dadurch Zellen im Körper, am häufigsten an den oberen Atemwegen. Die Bakterien befallen als erstes die Schleimhautoberfläche im Rachen und an den Mandeln. Von dort aus werden die Bakterien durch das Blut im ganzen Körper verteilt. Es kommt zur Entzündung und dadurch zum Absterben des Gewebes. Dies kann zur Verengung der Atemwege führen und dadurch zur lebensbedrohlichen Situation. Weiterhin können sich durch die entstehenden Gifte die Herzmuskeln und Nerven entzünden, was auch noch längere Zeit nach der Infektion auftreten kann.

Die Diphtheriebakterien werden über eine Tröpfcheninfektion durch Niesen, Husten, Küssen oder auch Sprechen übertragen. Auch an von den Bakterien behafteten Gegenständen kann man sich anstecken und durch direkten Kontakt mit infizierten Personen. Bei erkrankten Personen ist das Risiko der Übertragung höher, als bei Personen, die den Erreger zwar aufweisen, aber bei denen die Krankheit nicht ausgebrochen ist.

Bei Behandlung der Diphtherie beträgt die Ansteckungsgefahr zwei bis vier Tage, wird nicht behandelt, kann der Erreger zwei bis vier Wochen lang übertagen werden. Die Bakterien können sich nur im menschlichen Körper ausbreiten und überleben. In Deutschland konnte die Infektionsrate durch Impfungen gegen die Bakterien deutlich gesenkt werden. Trotzdem kommt es immer wieder zu Infektionen, da im Erwachsenenalter der Impfschutz immer wieder aufgefrischt werden muss und dies häufig vernachlässigt wird. 60% der 30- bis 40 jährigen haben in Deutschland keinen Impfschutz.

Diphtherie tritt auch in Form von Epidemien auf, bei denen etliche Menschen ums Leben kommen können. An allen Orten der Welt kommt Diphtherie vor, jedoch am häufigsten in den gemäßigten Klimazonen und in den Ländern der dritten Welt. Einige Länder, die häufiger unter den Infektionen leiden, sind: Afghanistan, Indonesien, die Philippinen, einige afrikanische Länder und die ehemalige UdSSR. In der Ukraine, in Russland und Lettland stirbt jeder zehnte an der Infektion.