Diabetes Mellitus Diagnose

Wenn der Verdacht auf Diabetes Mellitus besteht, werden mehrere Diagnostikverfahren angewandt. Zunächst sollten alle Symptome aufgeführt werden, die den Patienten beeinträchtigen. Meist führt ein auffälliger Blutzuckerwert (Nüchtern >126mg/dl, nach den Mahlzeiten >200mg/dl) zu weiteren Testungen. Bei dem oralen Glukose-Toleranztest trinkt der Patient nach der ersten Blutzuckerbestimmung nüchtern eine spezielle glukosehaltige Lösung. Nach 120 Minuten wird dann der zweite Wert gemessen. Ist dieser höher als 200mg/dl, steht die Diabetes Mellitus Diagnose fest. Liegt er darunter, spricht man erst einmal von einer Glukoseintoleranz.

Eine weitere, jedoch eher ungenaue Untersuchungsmethode ist die Urindiagnostik. Hier wird mit Hilfe eines Teststreifens der Glukosegehalt im Urin bestimmt. Der positive Urinzucker beruht darauf, dass bei Blutzuckerwerten ab etwa 160 mg/dl die Nieren Glukose ausscheiden. Dieses Testverfahren ist deshalb nicht als primäre Diagnosenstellung geeignet, weil es zum Beispiel bei einer miteinhergehenden Niereninsuffizienz zu einem negativen Ergebnis führen kann. In pränatalen Vorsorgeuntersuchungen wird übrigens immer der Glukosegehalt des Urins gemessen.

Zur speziellen Unterscheidung zwischen Diabetes Mellitus Typ 1 und 2 kann zudem ein C-Peptid-Test gemacht werden. Zur Bestimmung gibt es die Möglichkeit des Nüchtern-Blutwertes oder der Messung im Urin. Seltener wird dem Patienten auch Glukose zugeführt, um die Insulinproduktion anzuregen. Ist der C-Peptid-Wert sehr niedrig bis gar nicht vorhanden, liegt ein absoluter Insulinmangel vor und man geht von einem Typ-1-Diabetes aus, ist er unangemessen hoch, besteht der Verdacht auf den Typ-2-Diabetes.

Von großer Relevanz für die Diabetes Mellitus Diagnose ist auch die Messung des HbA1c-Wertes im Blut. Der HbA1c gibt Aufschluss über den Langzeitzucker der letzten acht bis zehn Wochen. Zum pathologischem Ergebnis führt der übermäßig glukosehaltige Blutfarbstoff Hämoglobin. Der HbA1c-Wert ist auch für die Therapie von Bedeutung, denn je näher der Wert im normalen Bereich liegt, desto niedriger das Risiko von Langzeitschäden des Diabetikers.