Diabetes Mellitus Definition

Was ist Diabetes Mellitus?

Die Zuckerkrankheit bzw. Diabetes mellitus (wörtlich übersetzt "honigsüßes Durchfließen") ist eine chronische Erkrankung des ganzen Stoffwechsels, da in der Regel auch der Fett- und Eiweißstoffwechsel gestört sind. Eine frühzeitige und konsequente Behandlung des Diabetes mellitus ist deshalb besonders wichtig, weil als Folge der Stoffwechselstörung schwere diabetische Späterkrankungen drohen, die in erster Linie auf krankhafte Veränderungen an großen und kleinen Blutgefäßen zurückgehen, wie zu Beispiel Herzkranzgefäßerkrankung, Hirndurchblutungsstörungen, schwere Nierenschäden und Diabetischer Fuß! Diese schwere Krankheiten treten vor allem als Folge einer lang anhaltenden Überzuckerung des Blutes (Hyperglykämie) auf. Eine Unterzuckerung durch verschiedene Ursachen (Arzneimittel, Insulin-Anwendung) kann mitunter zu akut lebensbedrohlichen Zuständen führen!

Man unterscheidet zwischen zwei Formen des Diabetes mellitus:

Diabetes Mellitus Typ 1 (insulinabhängiger Diabetes)

Man geht heute davon aus, dass dieser Diabetes eine Autoimmunerkrankung ist, die zur Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse führt. Es gibt eine erbliche Veranlagung, wobei auch Umwelteinflüsse ein Rolle spielen sollen. Hauptsächlich sind davon junge Menschen betroffen. Typ 1 Diabetiker müssen lebenslang mit dem Hormon Insulin behandelt werden!

Der Diabetiker vom Typ 1 neigt stark zu schwankenden Blutzuckerwerten. Dabei treten Beschwerden wie Müdigkeit, schwäche Durst, starker Harndrang, Heißhunger Sehstörungen und Kopfschmerzen auf. Da mit absolutem Insulinmangel auch die Hemmung des Fettabbaus wegfällt, ist der Typ 1 Diabetiker meist schlank bis untergewichtig.

Diabetes Mellitus Typ2 (nicht insulinabhängiger Diabetes)

Etwa 80% aller Diabetiker leiden an dieser Form der Zuckerkrankheit, für die ebenfalls eine erbliche Veranlagung eine Rolle spielen kann. Überwiegend tritt die Erkrankung erst nach dem 30. Lebensjahr auf (Alterszucker). Zum Diabetes mellitus Typ 2 kommt es vermutlich durch eine verminderte Ausschüttung des Hormons Insulin nach einer Belastung mit Glukose sowie einer nachlassenden Wirksamkeit von Insulin (Insulinresistenz). Der Typ 2 Diabetes entwickelt sich langsam und ruft kaum typische Symptome hervor. Deshalb entdeckt man diese durchaus ernste Erkrankung oft zufällig bei einer Blutuntersuchung. Bei manchen Betroffenen weisen eine allgemeine Leistungsminderung, vermehrter Durst, Harndrang, Heißhunger, Sehstörungen, Kopfschmerzen, die Neigung zu Infekten, insbesondere zu Hautpilzerkrankungen, auf eine Typ 2 Diabetes hin!