Bronchitis Krankheitsverlauf

Die Bronchien sind Teil der oberen Atemwege. Sie schließen sich an die Luftröhre an und bilden ein verzweigtes System bis hin zu den Bronchiolen, den kleinsten Verzweigungen der Bronchien. Die Bronchien sind mit Schleimhaut ausgekleidet. Entzündet sich diese und schwillt an, spricht man von einer Bronchitis. Dabei unterscheidet man unter zwei Arten von Bronchitis, der akuten und heftig verlaufenden sowie der langsam und chronisch verlaufenden Bronchitis.

Die Erreger einer Bronchitis sind zu 90% Viren, meist Influenzaviren und deren Subtypen. Sie werden durch Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen oder Sprechen übertragen und führen nach einer Inkubationszeit von fünf bis sechs Tagen zur Ausbildung der Bronchitis. Auch eine anfangs harmlose Erkältungskrankheit kann sich im Verlauf zu einer Bronchitis ausweiten. In diesem Fall sind die Verursacher meist Bakterien wie Pneumokokken und Streptokokken, die die Bronchitis hervorrufen. Die Erkrankung tritt gehäuft in den Frühjahrs- und Herbstmonaten auf, da feuchtes und kaltes Wetter die Entwicklung einer Bronchitis fördern.

Die ersten Symptome einer Bronchitis sind ständiger Hustenreiz und ein trockener Husten. Nach einigen Tagen wird Schleim abgehustet. Anhand der Farbe des Auswurfes kann man erkennen, ob es sich um eine virus- oder bakterielle Infektion handelt. Ist der Auswurf grünlich-gelb, deutet dies auf Bakterien hin. Hat er eine weißliche Farbe, handelt es sich um eine Virusinfektion. Fieber und Abgeschlagenheit sind Begleitsymptome einer Bronchitis. Die Erkrankung sollte immer ärztlich behandelt werden, da sie mit Atembeschwerden einhergeht und in eine Lungenentzündung übergehen kann. Bei einer Überreaktion des Bronchialsystems schwellen die Schleimhäute so stark an, dass es zu einer obstruktiven Bronchitis mit Atemnot kommen kann.

Bronchitis wird mit schleimlösenden, bronchienerweiternden und hustenstillenden Medikamenten behandelt. Handelt es sich um eine bakterielle Infektion, werden Antibiotika eingesetzt. Frische Luftzufuhr ist wichtig, um die Schleimhäute nicht zusätzlich zu reizen. Rotlicht und warme Brustumschläge fördern die Durchblutung und lösen den Schleim auf. Dampfbäder lösen ebenfalls den Schleim, desinfizieren und befeuchten die gereizten Atemwege. Bei einem komplikationslosen Verlauf klingt die Bronchitis nach sieben bis zehn Tagen ab.