Bluterkrankheit Symptome

Das Hauptsymptom der Bluterkrankheit ist das hohe Blutungsrisiko. Kleinste Verletzungen im Haushalt oder im Alltag können zu schweren Blutungen führen, die dann nur durch die Gabe von gerinnenden Medikamenten linderbar sind. Wird die Bluterkrankheit nicht bereits im Säuglingsalter festgestellt, treten die meisten Symptome etwa ab dem sechsten Monat auf, weil Kinder zu diesem Zeitpunkt beweglicher und agiler werden und die Welt erkunden möchten. Häufige Hämatome sind ein Hinweis auf die Bluterkrankheit. Hämatome entstehen durch innerliche Verletzungen, die stark geblutet haben, bei denen aber kein Blut durch die Haut nach außen dringen konnte.

Diese Einblutungen ins Gewebe gelten bei der Bluterkrankheit als besonderer Risikofaktor, der nur durch die Gabe von gerinnenden Medikamenten und Gerinnungsfaktoren gelindert werden kann. Blutungen in die Gelenke oder das Gewebe sind meist äußerlich nur durch den blauen Fleck zu erkennen, die Betroffenen leiden jedoch häufig unter starken Gelenkschmerzen. Werden Einblutungen ins Gewebe nicht ärztlich behandelt, können sich die Gelenke verformen und die Schmerzen werden chronisch.

Unterschieden wird die Bluterkrankheit lediglich in ihrer Intensität. Während Menschen mit einer leichten Gerinnungsstörung nur bei Operationen und größeren Eingriffen vorsichtig sein müssen, kann für starke Bluter bereits ein tieferer Schnitt mit einem Messer lebensgefährlich werden. Besonders gefährlich sind Blutungen im Kopfbereich. Bereits eine kleine Kopfverletzung sollte die sofortige Gabe von Gerinnungsfaktoren mit sich bringen, um schwere Blutungen zu vermeiden, die dann sogar in die Hirnareale gelangen könnten. Eine Form der Bluterkrankheit ist das von-Willebrand-Syndrom.

Hier ist sogar die zelluläre Blutgerinnung gestört, ein Umstand, der eine kleine Schnittverletzung lebensgefährlich machen kann. Von der Bluterkrankheit sind nur wenige Frauen betroffen. Die wenigen Fälle jedoch können ohne die Gabe von Gerinnungsfaktoren sehr schnell in Lebensgefahr geraten. Bereits die monatliche Regelblutung stellt bei einer Frau mit Bluterkrankheit ein großes Risiko dar, da die Blutungen ohne Behandlung mit Gerinnungsfaktoren nur schwerlich zu stoppen wären. Weitere Gefahren bestehen bei Schwangerschaften und insbesondere während der Geburt des Kindes, da eine Geburt mit Verletzungen der Vagina und dem Uterus einher gehen kann und für eine Bluterin ohne Behandlung höchste Lebensgefahr bedeuten würde.