Autismus Vorbeugen

Autismus definiert eine Störung im zwischenmenschlichen und kommunikativen Bereich und ist geprägt durch eine hohe Selbstbezogenheit.
Die Hauptformen des Autismus bilden das Kanner- und das Asperger-Syndrom, desweiteren wird unter psychogenen und somatogenen Formen unterschieden. Das Zwischenmenschliche Verhalten und die kommunikative Störung sind jedoch bei allen Formen gleich. Für die betroffenen Familien ist diese Störung eine große Belastung, da nur sehr schwer eine Kontaktzugänglichkeit zu ihrem autistischen Kind hergestellt werden kann.

Ursachen werden hier in genetischen Faktoren vermutet. Die Wahrscheinlichkeit an autistischen Störungen zu leiden, ist bei enger Blutsverwandtschaft sehr hoch. So kann es auch bei Geschwistern zu Problemen in der Sprachentwicklung kommen. Symptome sind z.B. sich nicht über die Gefühle anderer bewusst zu sein. Kummer oder Ängste werden nicht wahr genommen und die Reaktion darauf bleibt aus. Empfinden Autisten Trauer oder Ärger, können sie selber nur schwer damit umgehen und suchen nur selten Trost. Ihr soziales Verhalten ist sehr eingeschränkt und somit auch die Möglichkeit, Freundschaften einzugehen sehr gering.

Beobachtungen zeigen, dass das Nachahmungsverhalten eingeschränkt, wenn überhaupt vorhanden ist. Auffälligkeiten sind u.a. auch der Mangel an phantasievollem Verhalten im Spiel und die Unfähigkeit sich verbal oder durch die Körpersprache auszudrücken. Sprachverhalten in Betonung und Geschwindigkeit ist ebenso eine Besonderheit wie auch die Reaktion auf körperlichen Kontakt wie z.B. Umarmungen, auf die sie mit Ablehnung reagieren.
Die Diagnose wird durch gezielte Befragungen der Eltern in Form von Fragebögen erhoben, ebenso durch sorgfältige Beobachtung des Kindes.

In einigen Fällen kann durch medikamentöse Gaben das geistige Verhalten verbessert werden, wobei aber auch die Reizbarkeit des Betroffenen erheblich gesteigert wird. Desweiteren ist eine Verhaltenstherapie, in welcher mit Belohnungen gearbeitet wird, eine Möglichkeit, fehlende Gefühle zu wecken. Hier ist auch ein starkes Training mit den Eltern in häuslicher Umgebung wichtig, da eine Verbesserung in der Eltern/ Kind Beziehung erreicht werden kann. Die Möglichkeit dem Autismus vorzubeugen ist nicht bekannt. Allgemein gilt jedoch, umso früher die Störung erkannt wird, desto besser kann das Kind behandelt werden.