Autismus Ursachen

Die Ursachen für Autismus sind bis heute nicht vollständig bekannt, allerdings gehen Forscher davon aus, dass die Hauptursache biologischer Natur ist. Genetische Faktoren spielen eine große Rolle bei der Entstehung von Autismus, es wird angenommen, dass die Krankheit an die folgende Generation vererbt wird, da in Familien mit betroffenen Patienten oftmals auch die Nachkommen autistische Verhaltensmuster an den Tag legen oder an Autismus erkranken. Auch den Botenstoffen im Gehirn wird von Experten Bedeutung beigemessen.

Der Botenstoff Serotonin ist bei vielen Autisten erhöht, im Vergleich dazu ist ein Serotoninmangel der Auslöser für Depressionen. In wie weit der alleinige Überschuss an Serotonin für die Entstehung von Autismus verantwortlich gemacht werden kann, ist bislang nicht abschließend geklärt. Auch die Stoffe Dopamin und Adrenalin spielen eine Rolle, denn Störungen im Haushalt dieser Stoffe könnten für die Schwierigkeiten im sozialen Bereich verantwortlich sein.

Durch EEG-Untersuchungen wurde zudem nachgewiesen, dass die Hirnwellen bei manchen Autisten von der Norm abweichen. Somit sind auch neurologische Faktoren bei der Ursachenforschung zu berücksichtigen. Teilweise verfügen Patienten über unterentwickelte Regionen des Gehirns, insbesondere die Areale für Sprachentwicklung und Sozialverhalten sind betroffen. Auch Schädigungen des Hirns können Auslöser für Autismus sein. Es wurde beobachtet das Kinder von Müttern die während ihrer Schwangerschaft unter Röteln litten etwa 10 mal so häufig autistisch sind als bei einem normalen Schwangerschaftsverlauf.

Die Vermutungen aus der Vergangenheit, dass eine ablehnende Haltung gegenüber dem Kind während der Schwangerschaft ein Grund für Autismus sein könnte, wurde nach ausführlichen Forschungen widerlegt, da keine gehäuftes Vorkommen der Erkrankung festgestellt wurde. Dennoch gibt es auch psychologische Faktoren die zum Ausbruch eines sogenannten, psychogenen Autismus führen können. Wenn Kinder beispielsweise über Monate hinweg sehr kalt und emotionslos von ihren Eltern behandelt werden, sie keinerlei Geborgenheit vermittelt bekommen und häufig auf sich selbst gestellt sind, kann es zu einem Ausbruch des psychogenen Autismus kommen. Anders jedoch als bei den anderen Formen ist die psychogene Form wieder heilbar, wenn die Auslöser beseitigt werden und dem Kind die notwendige Geborgenheit und Zuwendung gegeben wird.