Autismus Krankheitsverlauf

Der Krankheitsverlauf bei Autismus ist abhängig von der Form des Autismus und von der Intensität der Symptome. Meist gibt es bereits bei Säuglingen Auffälligkeiten, bis die Diagnose Autismus jedoch endgültig gestellt wird können ein bis zwei Jahre vergehen. Je nach Ausprägung und Unterart der Krankheit ist die Prognose unterschiedlich gut, grundsätzlich jedoch nehmen die Symptome mit Beginn der Pubertät immer weiter ab.

Eine vollständige Heilung der Erkrankung ist nicht möglich, doch viele erwachsene Autisten können soweit stabilisiert werden, dass sie mit Unterstützung in der Lage sind ein lebenswertes Leben zu führen. Bei Patienten die unter dem sogenannten Asperger-Syndrom leiden, ist es meist möglich eine Stabilisierung zu erreichen, die ein einigermaßen normales Leben ermöglicht, da Asperger Patienten oft über einen wachen Verstand und über eine normale Intelligenz verfügen. Sind die Fähigkeiten des normalen Denkens jedoch eingeschränkt, ist es den Patienten kaum möglich ein eigenständiges Leben zu führen und sie sind lebenslang auf die Betreuung durch andere Personen angewiesen.

Die Hochphase des Autismus wird schon in der Kindheit erreicht. Während Säuglinge meist nur durch abwesendes, nicht reagierendes Verhalten auffallen, äußert sich die Erkrankung bei Kleinkindern bereits in ihrer vollen Bandbreite. Es gibt jedoch unterschiedliche Schweregrade, einige Patienten haben nur leichte Kontaktstörungen und bekommen dennoch ein Stück weit das reale Leben mit, andere Betroffene wiederum sind permanent in ihre eigene Traumwelt versunken und nehmen keinerlei Anteil an den Geschehnissen ringsum.

Je schwerer die Ausprägung des Autismus ist, umso schlechter ist auch die Prognose für die spätere Entwicklung. Durch mangelnde Anteilnahme am realen Leben sinken auch die Fähigkeiten Sprache und Mimik zu erlernen und stark autistische Menschen können sich oftmals nicht verständlich machen. Da Autisten nur sehr wenige Interessen haben, üben sie diese jedoch sehr intensiv auf. Interessiert sich ein autistisches Kind beispielsweise für Spielzeugautos kann es durchaus vorkommen, dass ein einziges Auto über mehrere Stunden einfach nur hin und her geschoben wird, ohne das ein wirkliches Spiel daraus erkennbar wäre. Diese Verhaltensmuster geben der Erkrankung ihre Tragik, denn andere Kinder sind verständlicherweise nicht in der Lage dieses Verhalten zu verstehen und vermeiden irgendwann von selbst den Kontakt zur erkrankten Person. Man muss den Autismus Krankheitsverlauf kennen, um ihn zu verstehen.