Lebensmittelallergie

Wenn eine Überempfindlichkeit des Körpers gegen bestimmte Lebensmittel besteht, spricht man von einer Lebensmittelallergie. Rund fünf bis zehn Prozent der Menschen sind davon heutuztage betroffen. Bei einer Lebensmittelallergie ist das Abwehrsystem des Körpers betroffen. Das Immunsystem versucht im Körper gegen Fremdstoffe anzukämpfen. Antikörper vom Typ IgE werden in großen Mengen gebildet und veranlassen, dass bestimmte Zellen Histamin und unterschiedliche Gewebehormone freisetzen. Sobald der Körper wieder mit dem Stoff in Berührung kommt, erkennt dies das Immunsystem und wehrt es sofort ab. Dann dauert es entweder Sekunden oder Stunden, bis eine allergische Reaktion auftritt.

 

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Für viele Reaktionen ist Histamin verantwortlich. Dies können Schwellungen, Verengung der Luftröhre, Hautrötung oder eine Erhöhung der Durchlässigkeit für Flüssigkeiten sein. An den Schleimhäuten der Augen, der Nase, der Bronchien und des Darm treten heftige Reaktionen auf. Dadurch können Atemnot, tränende Augen, Asthma Anfälle, Jucken oder Ausschlag auftreten. Bestimmte Lebensmittelbestandteile werden von dem Abwehrsystem im Körper als fremd angesehen, so dass dann das Abwehrsystem zum Einsatz kommt.

 

Der Arzt testet anhand von Hauttests allergielösende Stoffe. Im Blut lassen sich Antikörper feststellen und so ein bestimmte Antigen messen. Der betroffene muss in einer Woche eine allergenarme Wasser- Reis- Kartoffeldiät einhalten, um festzustellen, ob er eine Lebensmittelallergie hat. Menschen, die eine Lebensmittelallergie haben, sollten alle Lebensmittel meiden, gegen die sie allergisch sind. Darüber hinaus können Medikamente verabreicht werden, die die Beschwerden lindern können. Die Ausschüttung von Histamin wird mit Mastzellenstabilisatoren und Antihistaminika verhindert.

Der Betroffene sollte bei einer Lebensmittelallergie darauf achten, ineinander oder parallele übergehende Reaktionen zu beobachten. Denn auch Lebensmittel die gentechnisch verändert wurden, können eine Allergie auslösen. Einen Allergologen zu Rate zu ziehen, ist immer wichtig. Er kann nützliche Tipps geben und der betroffene kann sich beraten lassen. In jedem Fall ist es ratsam, bei den ersten Anzeichen, einen Arzt aufzusuchen.